Bikepacking Lake Tahoe: Tag 1

Ein neuer Wechsel für den Glutofen

Nachdem der Flug gestern ziemlich reibungslos vonstatten gegangen war, freuten wir uns heute auf einen abwechslungsreichen Tag mit grösserem Erlebniswert.
Wir wurden nicht enttäuscht. Schon frühmorgens beim Zusammenbau unserer Bikes erlebten wir die erste Überraschung. Dazu aber später…
Jedenfalls etwas weniger glücklich stimmte uns nun die Tatsache, dass wir schon vor dem Start zwei Stunden Verspätung hatten und nun bei 40 Grad auf den kalifornischen Trails geröstet wurden. Zuvor gab es aber noch ein Abschiedsselfie mit der freundlichen Mitarbeiterin im Hotel, welche während unserer Abwesenheit auf die Bikekisten aufpasst.

Die ersten 15km führten über einen typisch amerikanischen Flowtrail bergauf. 

Leider wurde die so gewonnene Höhe schon kurz darauf wieder vernichtet. Ein Strässchen führte rund 400hm bergab in ein Tal, in dem vermutlich Mr. President einen riesigen Heissluftfön zur Abwehr von ausländischen Bikern hatte installieren lassen.

Make the Bergsträssli great again!

Zum Glück fanden wir schon bald einen kleinen Bach, in dem wir unsere überhitzten Motoren abkühlen und die Tanks wieder füllen könnten.

Weiter gings zum Sugar Pine Reservoir- wir staunten nicht schlecht, der Stausee präsentierte sich als idealer Badesee – erneut waren unsere Motoren heiß gelaufen. Ein Bad schaffte da perfekt Abhilfe und zusammen mit vielen Mitbadern genossen wir das kühle Nass.

Danach schwangen wir uns wieder deutlich leichter auf die schwer beladenen und staubigen Bikes.

Bedingt durch den sandigen Boden war es jedoch nochmals ein hartes Stück Arbeit bis zu unserem Tagesziel, der Christmas Tree Lodge.

Irgendwann war auch diese erreicht und wir liessen den Tag mit unseren Kochkünsten, in der Küche der Lodge, streng bewacht mit Manndeckung von einem dreibeinigen Dackel, ausklingen. 

Nun noch zum Grund unserer Verzögerung. Danis Bike hatte den gestrigen Flug leider nicht unbeschadet überstanden. Der Wechsel war gebrochen, der Rahmen zerkratzt und die Lenkergriffe beschädigt. An einen Start war vorerst nicht zu denken. Glücklicherweise fanden wir aber schnell einen Bikeshop, der uns das benötigte Material mit einem satten Touristenzuschlag von 100% verkaufte. Hatte Bundesrat Schneider-Ammann letzte Woche mit Ivanka Trump eine Sondersteuer für Schweizer Einkaufstouristen in den USA ausgehandelt? Wie dem auch sei, mit den Farbschäden am Rahmen muss der gute Dani allerdings vorerst leben.

Morgen wird sicherlich nicht minder erlebnisreich. Es soll noch heisser werden, munkeln die Traktorfahrer! 😉

Bis gly und happy trails wünschen mat&dani

Ein Gedanke zu „Bikepacking Lake Tahoe: Tag 1“

  1. Hi Mat, cool zu lesen, dass du schon wieder auf Bikepacking-Tour bist, ein klein Wenig neidisch bin ich schon. Wünsche euch viel tolle Erlebnisse und das nötige Glück die Tour gut zu überstehen.
    P.S: dein Seitentitel gefällt mir 😉 und einen kleinen Hinweis für Dani: Wenn dich die Kratzer am Lack nerven und du die nächste Reise den Wechsel-Schaden nicht mehr riskieren möchtest, dann hätte ich da einen Geheimtipp – http://www.ospa.bike 😉
    Strong legs und bleibt gesund, damit wir noch mehr von euch lesen können.

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