Heute war ausnahmsweise mal mehr down- denn uphill angesagt.
Was aber nicht heißt, dass unsere Körper und Bikes geschont wurden.
In der Nacht hatte es geregnet, aber wir wurden durch die Sonne an unserem wunderschönen Zeltplätzchen am Taylor Lake auf 3500 müM geweckt.




Nachdem wir sämtlichen Essvorrat bis auf je 2 Riegel verspiesen hatten, ging’s auf dem CT weiter. Mit herrlicher Aussicht, jedoch schon etwas knackiger als in den letzten Tagen.













Schon bald tauchten wir in den dichten Wald ein – und trafen unseren israelischen Makrelenspender wieder.
Er hatte noch vor unserem gestrigen Highlight-Plateau übernachtet und heute eine Monster-Etappe vor sich. Good Luck!

Wir folgten weiter dem spassigen Trail hinunter in eine Schlucht. Zum Glück hatten wir gutes digitales Kartenmaterial und wussten, dass uns noch ein happiger Aufstieg bevorstand. Doch vorerst ging es kilometerlang durch dichtes, feuchtes und mannshohes Grünzeugs dem Bach entlang bergab. Für solche Dschungel-Bedingungen ist Colorado wahrlich nicht bekannt!


Am untersten Punkt, bei der Brücke über den Junction Creek, füllten wir nochmals unsere Bidons und trafen einen jungen CT-Hiker, der in der Gegenrichtung unterwegs und auf seiner zweiten Etappe war. Wir wünschten ihm viel Glück- was er mit seinem riesigen Rucksack und seiner bescheidenen Erfahrung bestimmt gut gebrauchen konnte – und fuhren weiter.



Der Aufstieg dauerte bestimmt eine Stunde, doch er war zu 99% fahrbar. Und halt auch nicht mehr auf 3800 müM wie das Plateau gestern.







Obwohl es immer heißer wurde, lief’s uns ausgezeichnet! Gut, wir mussten uns ja auch nicht mehr zurückhalten. Aber aufmerksam und möglichst ökonomisch fahren. Der Trail heute war definitiv der Platten- und Sturz-trächtigste der ganzen zwei Wochen!
Die Landschaft wechselte nun, und wir rasten zuerst flüssig und rasant durch lichte Espenwälder, später wurden Boden, Geruch, Vegetation und vor allem die Temperaturen mediterran. 32 Grad Celsius waren für heute in unserem Zielort Durango – auf 2000 müM gelegen (!) – angesagt. Wir schwitzten und zirkelten unsere beladenen Carbonrössli über felsige Stufen, Anliegerkurven und andere Prüfsteine für Mensch und Maschine.








Und schafften es schließlich um die Mittagszeit überglücklich ans Ende des Coloradotrails!

Regenjacke, Verbandmaterial oder Ersatzschläuche waren bis zum letzten Meter unangetastet geblieben!
Wow, was für ein Gefühl! War das ein geiler Sch…!
Unser Abenteuer war nicht risikolos und hätte an vielem scheitern können. Doch wie waren wir 2 Wochen lang vom Glück geküsst: Perfektes Wetter, ideales Material, geniale Trails und einmal mehr unschlagbarer Zweimann-Teamspirit.
Ich glaub, es lohnt sich, 50gi zu werden…



Vielen Dank an dieser Stelle nochmals euch allen für’s Mitfiebern, Mitlesen, Aufmuntern, Daumen drücken.
Es war ein lang gehegter Traum unsererseits, den wir uns da erfüllt haben.
Wenn wir euch zu Hause damit auch noch unterhalten konnten- umso besser!
Bis bald mal wieder-
See ya, Mat&Dani
Gratuliere euch Beiden. Starke Leistung mit einem super Blog 🙂
Danke fürs mitnehmen. Und Hut ab vor dieser Leistung, sich da so 2 Wochen durchzuboxen das macht und schafft noch lange nicht jeder. Träume auch schon ewig vom CT, wer weiss ….
Gratuliärä euch zwenä für di supär Leischtig u di intressantä Brichtä. U aus Blogläsär isch mä o immär froh, wenn nüt passiärt. Bi de gspannt Mät, ob mit 60gi de mi ämä E-Bike unärwägs bisch