Auch heute ging’s nach dem Frühstück ohne Aufwärmkilometer direkt in einen steilen Anstieg, der uns auf den Passo Inverneux auf 2900 müm bringen sollte.

Auch heute ging’s nach dem Frühstück ohne Aufwärmkilometer direkt in einen steilen Anstieg, der uns auf den Passo Inverneux auf 2900 müm bringen sollte.

Leider waren unsere Bikes über Nacht nicht geputzt worden. Und im Hotel fanden sie gestern Abend, 5 Ravioli würden locker für unsere Königsetappe reichen.
Nun denn. Mit Aussicht auf ein königliches 2. August-Trailfeuerwerk braucht man keine Freunde.
Zum Aufwärmen standen gleich mal 1600 Höhenmeter nonstop an. Zuerst auf einer steilen Alpstrasse, dann mit einer Mischung aus hike&bike.
Doch wer mal sein Bike durch den Grand Canyon getragen hatte (ganze Story hier), den bringt so schnell nichts mehr ins Schwitzen.


Schon in der Nacht war zumindest dem Schreiberling klar, dass unsere neu gewonnenen Freunde durchaus ihre Benefits haben. Der Schlaf war tief und lang, das Gefühl am Morgen wie neugeboren.
Bis wir unser Frühstück verschlungen, Zähne geputzt und Biketenue komplett montiert hatten, war von unseren Bergradgefährten nichts mehr zu sehen. Als wir jedoch unsere Carbonhengste aus dem Stall befreien wollten, standen die bereits draußen parat. Ein Wunder, waren nicht auch noch die Ketten geölt und die Bremsbeläge gewechselt worden…
Wir machten uns auf den beschwerlichen Aufstieg zum fast 2850m hohen Fenêtre du Durant. Zuerst auf einem Schottersträsschen, dann durch einige finstere Tunnels oberhalb des Mauvoisin-Stausees.

Wie unsere werte Leser- und Luegerschaft vermutlich mitgekriegt hat, ist unsere diesjährige Bikepackingtour mitsamt Blog einem fiesen Virus zum Opfer gefallen.
Satte drei Wochen später haben sich die Käfer verabschiedet und wir versuchen noch nachzuholen, was nachzuholen ist. In fünf Tagen vom Wallis in großem Bogen um den Grand Combin. Inklusive Blögli.
Der Güggel krähte im Glarnerland deutlich vor 5 Uhr morgens. Sein Berner Kollege konnte da noch in aller Ruhe von seinen Hennen träumen. Um an die Startlinie in Orsières am Fuß des Großen St. Bernhard zu gelangen, musste man im fernen Osten der Schweiz früh aus den Federn.
Als erstes mussten gleich 1700 Höhenmeter Aufstieg am Stück bewältigt werden. Zuerst kurz inmitten rasender und hupender Sportwagen auf der St.Bernhard-Autostrasse, dann auf Schotter, schließlich Trail. Je länger, desto steiler.
