The American Way of Biking.
Obwohl das Mountainbike in den USA erfunden wurde, unterscheidet sich das Biken ennet dem grossen Teich ziemlich stark von dem in den Alpen.
Zum einen wären da die Trails, welche nicht alte Säumerwege und damit möglichst direkte Verbindungen sind, sondern eigens zum Naturgenuss erstellt wurden und meist an einem Parkplatz starten. Sie sind eigentlich nie steil, schlängeln sich wie Flowtrails durch die Gegend und können grundsätzlich in beide Richtungen befahren werden. Hütten oder Alpen sucht man hier vergebens. Erlaubt ist in der Regel wandern, reiten und bio-biken, E-Bikes sind auf den allermeisten Trails verboten.
Weil Forst- oder Nebenstrassen hier etwa gleich gängig wie Donald-Trump-Supporter in der Schweiz sind, ist man eigentlich konstant auf Wanderwegen unterwegs. Was bedeutet, dass man für 20km auch mal einen ganzen Tag einplanen muss.
Da der Durchschnitts-Ami seine klimatisierte Komfortzone nur zum Jagen oder Fischen verlässt, kriegt man auch selten brauchbare Auskünfte zu Wegführung oder
Verpflegungsmöglichkeiten. „Only 10 Minutes away“ bedeutet in der Regel eine knappe Viertelstunde auf dem Highway, also 30km entfernt…
Obwohl stets freundlich, sind die Biker oder Wanderer, denen wir begegnen, in der Regel ziemlich freakig, eher wortkarg und fast ein wenig missionarisch unterwegs.
Und noch was: Da UNSERE Motoren hier statt mit Müesli mit Junkfood betankt werden, sind unsere Verdauungstrakte stillgelegt. Wir vermissen unterwegs also auch keine Toiletten…