Bikepacking Lake Tahoe: Tag 5

Die Paparazzi vom Flume-Trail

Heute stand mit dem Flume Trail der berühmteste und wohl aussichtsreichste aller Trails in der Tahoe-Region auf dem Programm. Doch bevor wir zu unserem nächsten Abenteuer starten konnten, standen wir vor einer schwierigen Aufgabe: Wir brauchten Brot für den Mittagslunch. 

Keine Muffins, keine Energieriegel, keine Zimtschnecken mit Zuckerguss. Einfach Brot halt… 

Nachdem wir drei verschiedene "Food-Markets" vergeblich durchforstet und bei Nachfrage nur auf "what-are-you-meaning-with-not-sweet-Gesichter" gestoßen waren, fanden wir dann schließlich dieses Sandwich. 


Ob das wohl versehentlich vom FBI-Labor zum Lake Tahoe geschickt worden war? 😉

Item, wer unseren GPS Standort aufmerksam verfolgt, hat es vielleicht bemerkt:

Bis zum heutigen Abend sind wir gegenüber gestern mickrige elf Kilometer weiter gekommen auf unserer Route!

Der Grund dafür ist nicht, dass wir in Nevada das Glücksspiel entdeckt hätten oder Incline Village besonders anziehend auf uns wirkt. Vielmehr, dass uns ein Local den Flume Trail als Rundtour empfohlen hat.

Empfohlen ist noch gelinde ausgedrückt! 😂

Wir fühlten wir uns leicht dazu gedrängt, seinem Rat folge zu leisten. Der Tip war aber goldrichtig!

Der Spielverderber, welcher uns gestern in Form eines hervorstehenden und gut getarnten Astes auf Lenkerhöhe heimgesucht hatte, musste heute wohl auch wichtigeres sabotieren als uns. Zum Glück! 

Auch konnten wir uns ausnahmsweise mal auf einer welligen Teerstrasse einrollen.

Mittels immer der gleichen, recht gut frequentierten Bundesstraße schraubten wir uns auf die Höhe eines Skigebiets, wo auch schon der "Incline Flume Trail" begann. Auf sandigem Boden schlängelte sich dieser Trail dem Hang entlang, und immer wieder blinzelte der stahlblaue See zwischen den Bäumen hindurch. 

Ich wollte bereits in den Paparazzo-Modus schalten, doch Mat versicherte mir, es werde noch viiiiiiel besser und schöner.

Der Flume Trail wurde im 19. Jahrhundert erbaut, um Holz zu transportieren, das infolge des Silberbooms gerodet worden war. Er führt während rund 8km stets etwa 450hm über dem See spektakulär dem Hang entlang und kann in beide Richtungen befahren werden. 


Wir fuhren ihn aufwärts – wenn wir nicht gerade für ein tolles Foto in die andere Richtung unterwegs waren.


Um die Mittagszeit kamen wir beim Marlette Lake an.

Zeit, zum Verdrücken der oben erwähnten Sandwiches!

Falls der Genuss von Carrageenan oder Propionic Acid irgendwelche Spätfolgen zeitigt, werden wir euch darüber informieren, falls wir noch können…

So gestärkt (?) nahmen wir den Chimney Beach Trail in Angriff. Auch dieser war uns von oben genannten Local empfohlen worden. Offensichtlich hatte er im Internet unseren Livetracker verfolgt und bemerkt, dass wir eigentlich grad im gleichen Restaurant sitzen müssten wie er…

Der als "very steep, technical and gnarly" bezeichnete und mit Warntafeln versehene Weg entpuppte sich aber als gewohnt spassiger Staubtrail. Andere Länder, andere Sitten. 


Wie schon gestern ließen wir den Tag mit einem Glacé im US-Format am Sandstrand ausklingen.


Wie es aussieht, ist nun aber fertig mit Flowtrails, Beach und Zivilisation. Morgen gehts ins einsame, schneereiche Hochgebirge. Drückt uns die Daumen, dass wir nicht mit dem falschen Sportgerät unterwegs sind.

Wir freuen uns über eure Kommentare und wünschen allerseits eine gute Nacht!😴

3 Gedanken zu „Bikepacking Lake Tahoe: Tag 5“

  1. Wunderschön, eure Bilder, sie beschleunigen den Herzschlag, und sind noch viiiiil schöner, wenn du sie bei nebligen, nass kalten 14 Grad hinauf und hinunter scrollst! Geniesst eure Trails und Gourmet Freuden!

  2. Wirde grad ä chlei neidisch – nid uf’s Bike, aber uf Gegend. 🙂 Bi genau vor 4 Jahr ou dört gsi. Isch eifach dr Hammer.
    Gniessest no
    Gruess Tom

  3. Einfach nur schön zu schauen beim Trübetassenwetter hier. Und keine Sorge, Propionsäure und Carrageenan sind nicht schlimm und auch hier im Essen (wie vieles anderes…) 😉

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